A wie Aromen

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Es ist an der Zeit, das Image unseres besten Freundes, des Tees, zu entstauben!
Denkst du beim Wort „Tee“ an deine letzte Verkühlung und an literweise (widerwillig) getrunkenen Kamillen- oder Pfefferminztee? Das müssen wir ändern! Wir wollen dich hier auf unserem Blog über alle Facetten des neuen In-Getränks informieren. Koste dich durch die unglaubliche Vielfalt des losen Tees und entdecke eine völlig neue Geschmackswelt für dich! Die 5 Gründe, warum es sich immer lohnt, sich für Tee zu entscheiden, kannst du hier nachlesen.

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Um dich langsam an das Thema „Tee“ heranzuführen, starten wir heute eine neue Reihe hier am Blog – das Tee-ABC.

Von A bis Z wollen wir dir das weltberühmte Getränk ein bisschen näherbringen und dich mit interessanten Fakten und Informationen zum Ausprobieren inspirieren.* Wir beginnen bei A wie Anfang oder Aromen.

Wer Teeverpackungen genau liest, stolpert oft über das Wort „Aroma“. Schwarztees enthalten Bergamott-, Mango- oder Karamellaromen, Grüntees Zitrus- oder Orangenaromen und Roibostee hat schon mal Eierliköraroma als Inhaltsstoff. Doch was genau bedeutet das Wort „Aroma“ für den Tee? Heißt das, es sind keine richtigen Mango-, Zitrus- oder Orangenstückchen enthalten und wie wirken sich Aromen auf Geruch und Geschmack aus?

Wissenswertes
Das Wort „Aroma“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „würziger Duft“ oder „Wohlgeruch“. Ein eigentlich positiver Begriff also, der bei uns leider negativ behaftet ist. Viele denken bei Aromen an künstlich erzeugte Zusatzstoffe. Hier gleich vorweg: künstliche Aromen sind in Tees verboten!

Zusetzung natürlicher Aromen
Zum Aromatisieren mit natürlichen Aromen werden Teeblätter mit Blüten oder Kräutern in einem festgelegten Verhältnis gemischt. Unter natürliche Aromen fällt alles, was dem Tee in unveränderter Form zugegeben wird, also frische Blüten, Orangen, Zitronen, Zimt, Mango, Vanille, usw… Da nur die Zugabe von Blättern nicht zum gewünschten Ergebnis führen würde, werden bestimmte Verfahren angewendet, um die Teeblätter zu aromatisieren. Dazu gehören: auspressen, destillieren, erwärmen, filtrieren, mahlen, mischen, vergären oder zerkleinern.
Schon seit Jahrtausenden bekannt und beliebt sind zum Beispiel Jasmin- und Rosentees – hier werden den Teeblättern frische Blüten untergemischt, die regelmäßig abgesiebt und durch neue ersetzt werden.

Naturidentische Aromen
Als Abgrenzung zu den natürlichen Aromen gibt es auch naturidentische Aromastoffe. Diese sind den in der Natur vorkommenden Aromastoffen chemisch gleich, werden jedoch im Labor synthetisiert. Dazu gehören zum Beispiel Mandel oder Schokolade.

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Zugesetzter Zucker
Wusstest du, dass auch Teemischungen aus dem Teefachgeschäft Zucker enthalten können? Achte auf den Begriff „kandiert“ auf der Zutatenliste. Sind kandierte Mango-, Ingwer- oder Ananasstücke aufgeführt, trinkst du deinen Tee (wahrscheinlich ungewollt) mit Zucker.

Geruch und Geschmack
Möchtest du deinen Tee ganz ohne Aromen genießen, musst du auf reinen Schwarz-, Weiß- oder Grüntee zurückgreifen. Auch Pu Erh-, Oolong- und Roibostee wird in der natürlichen Form verkauft. Ausschlaggebend für ungetrübten Teegenuss ist hier die Qualität der Blätter.
Da bei aromatisierten Tees die Zusätze Geschmacksträger sind, spielt die Qualität der Teeblätter eine eher untergeordnete Rolle. Öffnest du eine Packung mit aromatisiertem Tee, steigt dir sofort der Zitronen-, Orangen- oder Pfirsichgenuss in die Nase.

Fazit
Wenn dir gesunde Ernährung wichtig ist, solltest du Tee nur im Teefachgeschäft kaufen und dir die Zutatenliste genau ansehen. Um sicherzugehen, dass die verwendeten Blätter und Aromen nicht mit Pestiziden belastet sind, empfehlen wir außerdem den Kauf von Biotees.
Probier dich durch, schnupper an den diversen Teesorten und besorg dir kleine Kostproben. Denn am Ende zählt nur dein ganz persönlicher Geschmack!

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(*Und hoffentlich schon bald kannst du den leckeren Tee auch bei Omas Teekanne schlürfen. Die Location-Suche läuft auch Hochtouren!)

Fotos: Evgenia Rieger Photography

2 Comment

  1. Danke, sehr toller Bericht. Kurz und prägnant. Trinke selber sehr oft Tee und das mit dem Zucker wusste ich gar nicht.
    Bin schon auf eure nächsten Berichte dieser Reihe gespannt.

  2. Yuno says: Antworten

    Danke! Das Thema ist so umfangreich, wir erfahren ständig neue Sachen über unser Lieblingsgetränk!

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