Darf es ein bisschen Meer sein?

Ganz weit oben auf der Liste der Dinge, die mich glücklich machen und auf die ich nicht verzichten könnte, steht das Meer. Mich hat immer seine scheinbare Unendlichkeit und komplette Unvorhersehbarkeit fasziniert. Das Meer hat einen Charakter. Es kann wütend oder zahm sein, es kann uns gefährden oder beruhigen. Ich könnte stundenlang das Rauschen der Wellen hören und die kreischenden Möwen im Wind beobachten. Darf es ein bisschen Meer sein?

Diesmal ging unsere Reise an die Kroatische Riviera. Wir haben uns für die Region Kvarner Bucht entschieden: mächtige Gebirgszüge, das Türkisblau der Adria, schattige Pinien- und Lorbeerwälder, eine Küste mit Villen und Gärten und das Gefühl der Freiheit.

Lovran

Die kleine Stadt Lovran war der Ausgangpunkt unserer Reise. Die mächtigen Lorbeerwälder am Berghang des Učka Gebirges, gepflegte Parkanlagen und prächtige Villen prägen das Stadtbild.

Das absolute Highlight ist zweifellos die Lungomare – eine 12 km lange Meerespromenade, die entlang der Küste verläuft und die Orte Lovran, Opatija und Volosko verbindet. Auf der einen Seite sieht man die Adria, die Insel Cres und Krk, Dampfschiffe, die nach Rijeka fahren und Fischerboote, die ihre Beute zu den Küstenrestaurants bringen. Auf der anderen Seite beeindrucken die Besucher üppige mediterrane Gärten und prächtige Villen aus Kaiser Franz Josefs Zeit.

Wir würden empfehlen, die Promenade zu Fuß zu bewältigen. Vor allem am Wochenende und in der Hauptsaison ist das Radfahren auf der Strecke nicht ratsam. Oberhalb der Lungomare verkehren Busse, die die Touristen schnell zum Ausgangspunkt des Spaziergangs bringen.

lungomare

lungomare

lungomare

Opatija

Bis heute spürt man in Opatija die Romantik und Schönheit der vergangenen Jahrzehnte. Der Nobelkurort der kaiserlich-königlichen Crème de la Crème von damals hat sich in ein Traumreiseziel der High Society von heute verwandelt. Empfehlenswert nicht nur für Naturfreunde ist der Park Angiolina, in dem über 150 verschiedene Pflanzenarten aus aller Welt wachsen und der nicht nur an heißen Tagen eine absolute Oase ist.

opatija

opatija

opatija

Vojak

Wer Aktivurlaub bevorzugt, sollte die Wanderwege der Kvarner Naturlandschaft erkunden. Wir haben uns für die von uns als „Mare e Monti“ bezeichnete Tour entschieden. Von 0m Seehöhe, Lovran, auf den Gipfel des Učka-Gebirges, dem 1400m hohen Vojak.  Der Aufstieg ist ziemlich anstrengend und dauert auch für geübte Wanderer 4,5 Std. Die gleiche Zeit sollte man für den Abstieg über den Ort Mala Učka einplanen. Der nicht immer gut ausgeschilderte Weg verläuft steil bergauf über idyllische Bergdörfchen, Buchenwälder und Bergpässe auf den höchsten Gipfel mit traumhafter Aussicht. Wer nicht ins Schwitzen kommen will, die Aussicht aber trotzdem genießen möchte, sollte mit dem Auto oder mit dem Bus auf den Gebirgspass Poklon fahren. Von dort ist der Gipfel des Vojak in ca. einer Stunde erreicht.

vojak

vojak

vojak

Rijeka

Viel zu oft lässt man auf dem Weg nach Dalmatien Rijeka „rechtsliegen“. Jedoch hat die größte Hafenstadt der Region Kvarner einiges zu bieten. Authentische Fischlokale, stylische Cafés und spannende Eventlocations – Rijeka ist multikulti und hip! Ein absolutes Muss ist der Aufstieg auf den Trsat, wo sich eine Bergfestung mit einer Kirche und Franziskanerkloster über der Stadt erhebt. 561 Stufen führen von der Küste zur beeindruckenden Aussicht über die Hafenstadt.

rijeka

rijeka

rijeka

Mošćenička Draga

Absolut sehenswert ist der lange Kiesstrand dieser kleinen Ortschaft an der Riviera. Wenn man in einem der zahlreichen Cafés an der Küste verweilt, blickt man auf die Insel Cres, einen entzückenden Hafen und auf türkisblaues Wasser. Einfach Luft holen und sich lebendig fühlen.

draga

draga

draga

5 Things To-Do:

#Einen Spaziergang an der Meerespromenade Lungomare unternehmen

#Die Aussicht von Trsat auf Rijeka genießen

#Im Učka Gebirge wandern

#150 Pflanzenarten im Park Angiolina in Opatija entdecken

#Den Strand in Mošćenička Draga entlang spazieren

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